Solidaritätserklärung von Jelpke Ulla, MdB Innenpolitische Sprecherin Fraktion DIE LINKE
Morddrohungen gegen Antifaschisten in
Dortmund
In der Nacht zum 14. April sprühten Neonazis ein
Hakenkreuz und den antikommunistisch motivierten Mordaufruf "Kommis
töten" auf das Wohnhaus des bekannten Antifaschisten und
Gewerkschafters Gerd Pfisterer in Dortmund.
Diese Drohung gegen
Gerd Pfisterer und seine Frau muss ernst genommen werden, denn
Dortmund ist seit langem eine Hochburg militanter Neofaschisten. Mit
derartigen Einschüchterungen versuchen Neonazis, aktive
Antifaschisten und linke Aktivisten einzuschüchtern und aus der
Stadt zu vertreiben. Dass die Neonazis dabei vor Gewalt nicht
zurückschrecken, beweisen der Mord eines Neonazis an einem Punker
vor einigen Jahren und die regelmäßigen Überfälle auf alternative
und linke Treffpunkte ebenso wie der brutale Angriff von
faschistischen Schlägern auf die Mai-Kundgebung des Dortmunder DGB
im Jahr 2009.
Meine Solidarität gilt Gerd Pfisterer und seiner
Frau ebenso wie allen anderen, die aufgrund ihrer politischen
Aktivitäten ins Fadenkreuz der Neonazis geraten sind.
Von Seiten
der Stadt und der Polizei wird die faschistische Bedrohung in
Dortmund regelmäßig verharmlost. Ich forderte die Polizei und
Staatsanwaltschaft auf, den Nazi-Terror endlich ernst zu nehmen und
die Morddrohungen gegen Gerd Pfisterer konsequent zu verfolgen.
Angesichts des bisherigen zögerlichen Vorgehens der Behörden
gilt es um so mehr, den antifaschistischen Selbstschutz zu
organisieren. Und wenn am 3. September erneut Neonazis aus dem ganzen
Bundesgebiet in Dortmund aufmarschieren wollen, werden wir ihnen eine
Niederlage bereiten, wie bereits im Februar in Dresden.
mit
solidarischen Grüßen,
Ulla Jelpke
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Ulla Jelpke,
MdB
Innenpolitische Sprecherin
Fraktion DIE LINKE.
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