Brief zur feigen faschistischen Morddrohung an die Nachbarn

Gerd Pfisterer

Roßbachstr. 51

44369 Dortmund

 

Brief zur feigen faschistischen Morddrohung am 13. bzw. 14.4. in der Roßbachstr. 51

 

Liebe Nachbarn,

 

in der Nacht vom 13./14.4. wurde neben unsere Haustüre in der Roßbachstr. 51 von Faschisten eine Morddrohung gegen mich und meine Frau an die Hauswand gesprüht. Offen fordern die Täter „Kommis töten“ was so viel heißt wie „Kommunisten töten“. Das Hakenkreuz belegt, dass es sich bei den Tätern um Faschisten handelt. Außerdem wurde unser Name auf dem Klingelschild übersprüht.

Wie Ernst der Anschlag zu nehmen ist, zeigt die Tatsache, dass die Faschisten am hellen Nachmittag am 14.4. zusätzlich noch ein großes Hakenkreuz auf die Haustüre gesprüht haben!

Diese Morddrohung ist eine ungeheure Provokation. Die Ursachen sehe ich in meinen gewerkschaftlichen und politischen Aktivitäten. Ich bin BR-Vorsitzender bei HSP, aktiver Gewerkschafter, konsequenter Antifaschist, Moderator der Dortmunder Montagsdemonstration und war bei den letzten Wahlen Bundestagskandidat auf der Offenen Liste der MLPD NRW. Ich mache mit den Auszubildenden von HSP regelmäßig antifaschistische Bildungsarbeit und wir haben uns bereits mehrmals am „antifaschistischen Frühjahrsputz“ zur Beseitigung von Nazi-Aufklebern in Dorstfeld beteiligt. All das sind Gründe, weshalb ich seit längerem schon im Visier der Dortmunder Faschisten bin und dieser Anschlag sicher kein Zufall ist.

Die Morddrohung richtet sich nicht nur gegen mich und meine Frau. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch Sie als Nachbar darüber erschrocken sind. Aus der Zeit des Hitlerfaschismus wissen wir, wozu die Faschisten in der Lage sind. Deshalb dürfen wir nicht zulassen, dass diese Leute in unserer Gesellschaft weiter Fuß fassen und ein Klima der Einschüchterung und Angst verbreiten!

Wir haben gegen diesen Anschlag die Polizei eingeschaltet und Strafanzeige gestellt. Ohne Zeugen wird es aber schwierig werden, die Täter zu überführen, es sei denn sie werden auf frischer Tat ertappt.

Deshalb haben meine Frau und ich zwei Bitten:

  • Wenn Ihnen irgendetwas aufgefallen ist, wenn sie irgendetwas gesehen haben, dann melden Sie das bitte der Polizei oder mir – Anonymität wird zugesichert.

  • Meine Frau und ich möchten Sie bitten, in den nächsten Tagen und Wochen ein besonderes Augenmerk auf Auffälligkeiten im Umfeld unserer Wohnung zu achten und uns bzw. die Polizei sofort zu informieren.

Mit freundlichen Grüßen Ihre Nachbarn

Anke Pfisterer und Gerd Pfisterer

 

Mobil: 0177/29 14 772 Festnetz: 16 71 210 Mail: gerdpfi@unitybox.de

Polizei Huckarde: 132 2121

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